Vorstellung

ArsèneSchon beim Kauf meines ersten Pferdes im Jahr 2000 war mein Interesse für Barhuf geweckt. Dieses Pferd, ein Peruanischer Paso, war unbeschlagen, so wie es für seine Artgenossen in Peru schon immer die Regel war, nicht zuletzt auch bei Shows und Wettbewerben. Vielleicht war es etwas naiv zu denken dass das ganz selbstverständlich auch in unseren Breitengraden und Verhältnissen klappen müsse, denn die Bedingungen insbesondere in Bezug auf die Böden sind schon nicht die gleichen.

In der Folge habe ich mich belesen, durch Hufschmiede instruieren lassen und anhand meines Pferdes gelernt die Hufe zu bearbeiten. Zu der Zeit waren noch weniger Informationen zum Thema verfügbar als heute, doch ich tat mein Bestes um dazuzulernen, immer mit dem Ziel dass meine Pferde barhuf möglichst optimal laufen und gesunde, kräftige und leistungsfähige Hufe entwickeln.

Immer wieder wurde ich von Pferdebesitzern im Bekanntenkreis angefragt um ihnen mit den Hufen ihrer Pferde auszuhelfen, obschon ich das nicht beruflich machte. Als schliesslich die Hufbearbeitung an fremden Pferden beweilligungspflichtig wurde entschloss ich mich, die Ausbildung zum biomechanisch geschulten Hufpfleger zu absolvieren. Nach erfolgreichem Abschluss mit Bestnoten habe ich zusätzlich auch noch die Weiterbildung zum Kunststoff-Spezialisten absolviert, so dass ich bei Bedarf Kunststoffbeschläge anbringen kann. Im Verlauf der Zeit habe ich ausserdem verschiedene weiterführende Kurse besucht, darunter NHC, F-Balance und Huuf-Balance.

Philosophie

Das Barhufpferd

Ein Pferd, das nicht beschlagen ist, kann im Alltag auf natürliche Weise laufen. Wir gehen auch nicht mit Bergschuhen ins Bett - und bei Pferden ist es ein bisschen das Gleiche...

Ein Huf, der nicht beschlagen ist, hat eine bessere Blutzirkulation, das Pferd kann den Boden ertasten, und die Flexibilität des Hufs erlaubt eine wirksame Stossdämpfung und das Ausgleichen von Bodenunebenheiten.

Mit konventionellen Eisenbeschlägen wird der Huf in diesen Eigenschaften behindert, und oft verkümmert und verformt er sich mit der Zeit, insbesondere auch im hinteren Hufbereich wenn keine Strahlunterstützung vorhanden ist. Doch auch die Gelenke, Knochen, Sehnen und Bänder werden durch das Klirren (Stosswellen) des Metalls beim Auffussen, sowie bei Unebenheiten die der Huf aufgrund des starren Eisens nicht mehr direkt ausgleichen kann, stärker belastet (dies ist in verschiedenen Studien untersucht worden).

Daher möchte ich die Pferde möglichst barhuf belassen, oder sie auch wieder zum Barhuf zurückbringen. Nebst Bewegung auf verschiedenen Böden und pferdegerechter Fütterung kann mit einer zielgerichteten Bearbeitung der Hufe bei vielen Pferden eine gute Hufsituation erreicht werden. Idealerweise kann das Pferd im Alltag und sogar bei normalen Ausritten barhuf gehen, bei stärkerer Beanspruchung oder bei schwächeren Hufen (aus gesundheitlichen Gründen oder während der Umstellung nach Eisenabnahme) gibt es heute für fast jedes Pferd die Möglichkeit passende Hufschuhe zu finden.

Wenn es barhuf nicht geht

Natürlich gibt es auch Fälle wo ein permanenter Hufschutz benötigt wird. Das kann für eine ausserordentliche Belastung wie z.B. mehrtägige Wanderritte sein, bei gesundheitlichen Problemen oder manchmal auch weil die Böden im Auslauf zu abrasiv sind. Für diese Fälle kann ich Kunststoffbeschläge anbringen. Durch ihre Flexibilität und die Strahlunterstützung erlauben diese dem Huf weiterhin den Boden zu spüren und Unebenheiten auszugleichen. Ausserdem rutschen die Beschläge insbesondere auf Asphalt und steinigen Böden im Gegensatz zu Metall nicht, so dass auch hier ein Bewegungsmuster ähnlich dem Barhuf erhalten bleibt.

Viele Pferde laufen mit Kunststoffbeschlägen lockerer und sicherer as mit konventionellen Eisen. Durch die Stossdämpfung sind die Beschläge ausserdem auch schonender für den ganzen Bewegungsapparat, und z.B. bei Arthrose oder anderen Krankheiten können diese Eigenschaften sich auch positiv auswirken.

Es gibt viele Hersteller und noch mehr Modelle von Kunststoffbeschlägen, so dass man für (fast?) jedes Bedürfnis etwas findet. Nebst normalen Formen gibt es auch spezielle Formen, z.B. zehenoffene Beschläge für Hufrehepferde. Viele orthopädische Massnahmen können auch mit Kunststoffeisen umgesetzt werden. Je nach Modell kann genagelt und/oder geklebt werden. Die am Beschlag individuell angeschweissten Laschen werden mit Sekundenkleber an der Hufwand festgeklebt und sie ersetzen die Nägel. Die so geklebten Beschläge halten in der Regel vergleichbar gut wie genagelte Beschläge.

Angebot

Barhufpflege, Anbringen von Hufschutz (HoofArmor, Duplo, etc.)

Aktivitätsbereich hauptsächlich um Roches BE herum, also Moutier, Petit-Val, Le Cornet, Gänsbrunnen, Tal von Tavannes, Freiberge, Tal von Delémont, Haute-Sorne, Val Terbi...

Für Spezialfälle und/oder bei genügend Pferden kann ich auch weitere Entfernungen fahren - bitte nehmen Sie mit mir Kontakt auf.

Preise Barhufpflege:

Pony: 70 CHF

Pferd: 90 CHF

Schweres oder schwieriges Pferd: 110 CHF

Hufschuhe:

Ich kann bei der Auswahl von Hufschuhen beraten und sie auch auf Bestellung liefern. Für Scoot-Boots, Evo-Boots und einige andere Modelle habe ich Fit-Kits (alle Schalen, um die richtige Form und Grösse zu bestimmen).

Außerdem habe ich Krankenschuhe auf Lager, die ständig getragen werden können, auch über einem dünnen Hufverband (Easyboot Zip), sowie einige Produkte für die Pflege.

Beschlag (zusätzlich zur Barhufpflege):

Pro 2 Hufe Vorbereitung des Beschlags, nageln, Kleinmaterial: 40 CHF

Pro 2 Hufe Vorbereitung des Beschlags, Laschen schweissen, kleben, Kleinmaterial: 55 CHF

Hinzu kommen die Kosten für den Beschlag, z.B. Duplo, Amyboot, Safe Step, Trotters usw., und Laschen, falls der Beschlag geklebt wird.

Stollen etc. sind auf Anfrage erhältlich.

Ich arbeite gerne mit Tierärzten zusammen und kann Hufrehe- und orthopädische Beschläge z.B. mit Silikonunterlage oder Fersenkissen anbringen.

Wegbeteiligung (Distanz Strasse von Roches BE aus):

< 10km inklusive (z.B. Moutier, Crémines, Rebeuvelier, Vermes, Vicques, Delémont)

< 20km: 10 CHF (z.B. Courfaivre, Monible, Reconvilier, Soyhières, Mervelier, Gänsbrunnen, Sorvilier)

< 30km: 20 CHF (z.B. Sonceboz, Le Fuet, Pleigne, Saint-Ursanne)

Sonst 1 CHF pro km

Wenn ich an einem Ort mehrere Pferde bearbeiten kann, so wird die Wegbeteiligung aufgeteilt.

Barzahlung, Karte (ohne alte PostCard) oder Twint.

Kontakt

Sabot von Wyss
Arsène von Wyss
Milieu du Village 27
2762 Roches (BE)

E-Mail: info@sabot.ch
Telefon: +41 76 3702559
Threema: 2FEV8TB5